Folge 31: Asthma erkennen – warum Awareness der erste Therapieschritt ist

Shownotes

In dieser Episode von ATEMWEG diskutieren Prof. Dr. med. Georg Nilius und Annette Rennert darüber, dass Asthma zwar eine häufige, aber in der Regel gut behandelbare Erkrankung ist, deren Zieltherapie eine möglichst vollständige Symptomkontrolle ohne Notfälle oder Klinikaufenthalte sein sollte. Im Gespräch wird klar, wie groß die Lücke zwischen wahrgenommener und tatsächlicher Krankheitskontrolle ist und warum echte „Awareness“ weit über Diagnose hinausgeht. Es geht um die Rolle der Hausarztpraxis als erste Anlaufstelle, um einfache, aber wirkungsvolle Tools und um die Frage, wie Patient*innen befähigt werden können, ihre Erkrankung aktiv zu managen. Gleichzeitig zeigen die Beispiele aus der Praxis, welches Potenzial in klaren Prozessen, Digitalisierung und interdisziplinärer Zusammenarbeit steckt. Eine Folge über Versorgung, Verantwortung und die Chance, Asthma für viele Betroffene spürbar besser in den Griff zu bekommen.

Folge 31: Asthma erkennen – warum Awareness der erste Therapieschritt ist

Themenschwerpunkte: • Asthma als häufige, aber gut kontrollierbare Erkrankung • Bedeutung von Awareness und Patientenaufklärung • Rolle der hausärztlichen Versorgung
• Digitalisierung als Chance
• Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Unsere Expert*innen: • Prof. Dr. med. Georg Nilius, Klinikdirektor Lungenheilkunde am Klinikum Dortmund • Annette Rennert, Fachärztin für Allgemeinmedizin in der Praxis im Kaiserviertel in Dortmund

Unsere nächste Folge von ATEMWEG beschäftigen sich unsere Experten mit dem Thema Asthma Therapie in der hausärztlichen und der niedergelassenen pneumologischen Praxis.

Wir möchten im ATEMWEG Podcast Themen behandeln, die für Sie relevant sind und deshalb freuen wir uns über elektronische Post von Ihnen. Schicken Sie Ihre Themenvorschläge für zukünftige Folgen einfach an: podcast.de@chiesi.com. und dann freuen wir uns Ihre Ideen hier zu neuen Podcast Folgen verarbeiten zu können.

ATEMWEG - der Podcast für pneumologische Themen ist verfügbar unter: ChiesiConnect, Spotify, Apple-, Google Podcasts, RTL+, Deezer, YouTube, LinkedIn sowie Instagram.

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Transkript anzeigen

00:00:03:

00:00:13: Atemweg.

00:00:14: Kennen Sie das?

00:00:16: Man startet in einen Termin und denkt, man hat schon so ziemlich genau eine Ahnung was daraus kommen wird.

00:00:22: Schließlich bringt man als Podcast-Hose von Atem Weg eine mehr als dreieineinhalbjährige Expertise mit und hat schon einiges an Themen aus der neumologischen Praxis besprechen dürfen.

00:00:33: Ja sie können es sich schon denken bei dieser Einleitung Pustelkuchen Ich war wirklich überrascht, welche Perspektiven unsere Expertin und unser Experte auf das Thema Awareness bei Asthma aufgemacht und eingebracht

00:00:46: haben.

00:00:47: Da geht es nicht nur um mehr Aufmerksamkeit für Asthma, da geht es um Betroffene die ihre Einstellung gegenüber ihrer Erkrankung überdenken dürfen.

00:00:56: Um Behandelnde, die genau hinschauen dürfen was Patientinnen bewegt?

00:01:01: Und was alles möglich ist in der Therapie?

00:01:03: Um Ziele, die erreicht werden sollen!

00:01:06: Es geht also um einen Rundumblick

00:01:09: auf

00:01:09: Asthma.

00:01:11: Ein Aufmerksamsein, auf das was wichtig und möglich ist!

00:01:16: Und damit sind wir bei den Inhalten dieser zweiten Folge unserer fünf Schwerpunktfolgen zu Asthma.

00:01:23: Für diese Ausgabe hatte ich Anfang April die Mikros eingepackt und bin nach Dortmund in die Praxis im Kaiserviertel gefahren.

00:01:30: Hier hat mich Annette Renert Fachärztin für Allgemeinmedizin begrüßt.

00:01:34: Zugast war außerdem der Direktor der Klinik für Pneumologie, Infektionologie und internistische Intensivmedizin am Klinikum Dortmund Professor Georg Nilius.

00:01:45: Steigen wir nun ein in diese Ausgabe!

00:01:47: Und los geht's mit Annette Renert und ihrer Antwort auf meine Frage – wie präsent ist denn Asthma in Ihrer

00:01:54: Praxis?

00:01:55: Wir sind ja nach Hausarztpraxis.

00:01:57: Wir versorgen viele Patienten.

00:01:59: Wir sind viele Ärzte und natürlich sehen Patienten mit der Erkrankung Asthma häufig, diagnostizieren Asthma, versorgen Asthma und genau das ist schon was, was wir hier relativ regelmäßig sehen.

00:02:13: Also keine seltene Erkankungen sondern eine die tagtäglich ja hier Behandlung erfährt und über die sie mit den Betroffenen dann auch sprechen.

00:02:22: springen wir die fünf Kilometer Luftlinie in die Klinik.

00:02:25: Wie sehr beschäftigt jemand das Thema Asthma Sie in Ihrer Position, Herr Prof.

00:02:30: Nieders?

00:02:30: Wir sind ja eine ausgewiesene Lungenfachabteilung.

00:02:33: Das heißt von daher gehört Asthma natürlich zu unserem Spektrum.

00:02:38: Aktuell gerade heute hatten wir neunzig Patienten in unserer stationären Behandlung und davon waren drei Asthma-Patienten.

00:02:46: Das zeigt schon dass Asthma doch in vielen Fällen zwar eine sehr häufige Erkrankung ist aber sehr gut zu behandeln ist.

00:02:55: Asthma-Patienten sehr selten ins Krankenhaus kommen müssen.

00:02:58: Und ich glaube, das ist auch ein ganz großes Ziel eigentlich, dass wir als Krankenhauserzte, als Notfallversorgung die Asthmapatienten möglichst selten sehen sollten.

00:03:08: Das ist so einer dieser Punkte, was ich meine mit dem breiten Ansatz.

00:03:11: Darüber werden wir nachher noch mal drüber sprechen nämlich Sie haben es gerade gesagt und das finde ich ganz beeindruckend Eigentlich müssen sie gar nicht notfallmäßig oder sollten so wenig wie möglich Asthma Patientinnen als Notfallen in der Klinik sein.

00:03:25: Sie haben es eben gesagt, sie diagnostizieren noch Asthma.

00:03:28: Und ich fand im Vorgespräch das ganz spannend weil da haben sie gesagt, da kommen Patientinnen zu uns in die Praxis Da steht Asthma in der Diagnose und manchmal ist gar nicht so klar woher diese Diagnos kommt Wer die gestellt hat, die kommen einfach und sagen Ja!

00:03:43: Ich habe Asthma Bedeutet dass sie fangen bei jedem Betroffenen nochmal ganz von vorne an und müssen quasi aufmerksam sein.

00:03:52: Was ist das für eine Diagnosisstellung?

00:03:54: darf man die nicht einfach hinnehmen.

00:03:56: Es gibt unterschiedliche Patientenarten.

00:03:58: Es gibt ja Patienten, die schon ganz lange bei uns in der Praxis sind.

00:04:01: Ich bin zum Beispiel erst seit Jahrzehnteinzwanzig eingestiegen und das heißt ich übernehme natürlich auch Patienten, die eine Diagnose haben.

00:04:09: Ich bekomme Patiente, die neu zu uns kommen, die dann im Anamnesebogen angeben.

00:04:13: Ich habe Asthma.

00:04:15: Bei den Medikamenten ist aber z.B.

00:04:16: nichts.

00:04:17: Und es gibt natürlich auch die Patienten, wie wir dann neu diagnostizieren, die hier mit Husten oder anderen Asthma-Symptomen kommen, Und da finde ich es wichtig, einfach sehr differenziert drauf zu gucken und das nicht einfach so hinzunehmen.

00:04:32: Sondern da schon auch noch mal zur Hinterfragen was bedeutet das?

00:04:35: Ich finde das super wichtig dass Patienten für sich selber wissen wie's ihnen geht und was sie für Erkrankungen haben.

00:04:41: Das ist glaube ich in der Vergangenheit nicht so richtig ernst genommen worden und da ist vielleicht die Aufklärung nicht so gut gewesen und da finde für sich erkennen.

00:04:57: Und nur weil jemand in der Kindheit mal Asthma hatte oder das gesagt wurde, du hast Asthma muss es ja was bedeuten.

00:05:05: wenn dann jemand mit fünfundzwanzig hier sitzt und mir sagt er hat Asthma aber Er weiß nichts darüber, er nimmt keine Medikamente.

00:05:10: Dann muss man das vielleicht noch mal hinterfragen aber auch den Umgang damit einfach differenzieren.

00:05:15: Es gibt ja unterschiedliche Formen vom Asthma.

00:05:17: Also es gibt Menschen die haben dann nur in der Pollen-Saison Asthma und dann sollen sie eigentlich gar keinen Asthma haben sondern die sollen sich so gut versorgen können und wissen okay dass ist meine Erkrankung und dann muss ich das und das tun und dann passiert mir nichts.

00:05:31: und das ist das was Prof.

00:05:32: Nilius gesagt hat wir wollen nicht dass die Patienten erst exerziabieren bei uns landen, sondern wir wollen, dass die wissen was habe ich.

00:05:40: Was kann ich machen und wie kann nicht mich so gesund wie möglich halten?

00:05:43: Und das finde ich einen total spannenden Blick auf Awareness weil das ist ja eine Awareness für mich selber, für die Erkrankung und dann auch eine Kompetenz zu erwerben.

00:05:50: Genau.

00:05:50: Und was Sie gerade angesprochen haben es gibt ja Studien, die sagen man befragt Menschen die sagen achtzig Prozent.

00:05:57: Och, ich bin mit meinem Asthma eigentlich ganz zufrieden.

00:06:00: Und wenn man dann hinschaut was dir aber angeben an Belastungen also in der Nacht etc.

00:06:04: Pp.,

00:06:05: dann sind es fast die gleiche Anzahl, die unter Erscheinung von Asthma leiden.

00:06:10: Die haben asthmatypische Erscheinungen.

00:06:12: Scheinen das aber irgendwie einfach so hinzunehmen?

00:06:16: Was

00:06:16: kann man denn da tun dass das anders wird?

00:06:20: Also Sie haben ja den Wunsch gerade geäußert, dass die Patienten da kompetenter werden.

00:06:25: wie erklären sie sich das?

00:06:27: Der Begriff Erwernis muss da dann auch sehr noch mal medizinisch gedacht werden.

00:06:32: Medizinisch heißt, es bebrauchen Messungen, wir brauchen Lungenfunktionsanalysen die uns zeigen liegt nun wirklich eine Verengung der Bronchen vor also ein erhöhter Widerstand in den Atemwegen.

00:06:46: Beschwerden, mit denen diese Menschen zu uns kommen ist ja oft ganz unspezifisch.

00:06:51: Es ist Husten – wer hat nicht mal Huste?

00:06:54: Es ist vielleicht mal eine Luftnot bei Belastung und das Abzugrenzen ist jetzt etwas, was eigentlich normal ist oder ist etwas Krankhaftes.

00:07:04: Das scheint mir sehr wichtig.

00:07:06: Und es gab eine große Untersuchung bei der über eine Million Menschen angerufen wurden und es hat sich gezeigt, dass letztlich dann man versucht zu ermitteln wer hat denn tatsächlich Asthma oder auch COPD.

00:07:21: Und hat dann gesehen das wenn man systematisch danach sucht und die Menschen dann wissen ja ich hab beispielsweise erst mal, dass dann sich die Lebensqualität verbessert hat.

00:07:35: Sonst sind die Leute oft bereit weil sie das Gefühl von Luftnot vielleicht schon häufiger gehabt haben den Husten schon häufig gehabt haben und Sie sind unbehandelt und vielleicht erst in einer ganz schlimmen Krise kommen sie dann erst zum Arzt.

00:07:48: und da glaube ich können wir Viel erreichen, wenn es uns als Ärzten aber auch den Patienten gelingt das bewusst zu machen.

00:07:56: Ja da ist eine Erkrankung die lässt sich sehr gut behandeln Aber sie liegt vor und dann unter Umständen eben auch die Therapie viel zielgenauer ausrichten.

00:08:06: Diagnostizien bin ich sauber?

00:08:08: Also ist das was ich da gerade raus höre müssen wir genauer hinschauen.

00:08:11: Ich glaube nicht Dass das das Problem ist, sondern dass einfach der Umgang mit der Erkrankung und die Patienten da einfach besser von uns aufgeklärt werden müssen.

00:08:21: Und auch für sich selber besser Sorgen zu können Und das einfach besser einzuschätzen, dass das Prof.

00:08:26: Nilius gesagt hat mit ... Ich erkenne das einfach an und dann habe ich halt im Frühjahr immer Husten, ja?

00:08:33: Dass wir den ganz klar sagen, das wollen wir nicht!

00:08:36: Das Ziel ist, dass sie symptomfrei sind und dass wir alles dafür tun, dass in der Zeit wenn es jetzt zum Beispiel ein allergisches Asthma ist, die Allergie behandeln, dass alles passiert, dass Sie es nicht merken, dass sich Asthma haben.

00:08:53: zusammen Ziele festlegen und die dann auch wirklich wissen, oh jetzt passiert das.

00:08:59: dann muss ich das tun.

00:09:00: Wissen, okay wenn auf einmal ich Symptome habe?

00:09:03: Dann kann ich selber versuchen gewisse Therapien vielleicht zu erweitern.

00:09:07: Wenn das nicht klappt, dann gehe ich aber frühzeitig zum Arzt weil ich warte nicht so lange bis ich dann eben in der Klinik lande und zum Asthmaanfall gekommen ist, weil es solange sich hingezogen hat und vorher hat man alle Stationen verpasst wo man hätte handeln können.

00:09:21: ja und dass müssen Patienten halt wissen und wenn ich das für mich weiß dann kann ich da ja auch besser handeln.

00:09:28: Darf ich Sie da als Kliniker, als Plomologe in einer Spezialklinik auch mal fragen?

00:09:33: Glauben Sie das im hausärztlichen Umfeld insgesamt genug Lungenfunktionen durchgeführt werden.

00:09:40: Also stellen wir vor der Patient weiß seinen Blutdruck, weiß vielleicht Blutzucker ist mal gemessen worden, ein Cholesterinwert wird jedenfalls bei gewissen Beschwerden auch in der Haare.

00:09:53: Hausärztlich in Praxis, häufig genug.

00:09:55: Auch mal gesagt da machen wir mal eine Lungenfunktion.

00:09:58: Schauen uns das mal an auf vielleicht ne Entwicklung über die Jahre?

00:10:02: Also wenn es um Patienten mit Asthma geht glaube ich schon Ich kann natürlich nicht für alle Kollegen sprechen.

00:10:08: Es ist ja auch kein Zwang, dass man als Hausarzt ein Lungenfunktionsgerät hat – das muss man hier nicht haben!

00:10:13: Aber ich glaube eigentlich, dass viele Kollegen da relativ gut aufgestellt sind.

00:10:18: Die Asmatiker sind ja in sogenannten DMP-Programmen, das sind ja strukturierte Behandlungsprogramme wo es dazu gehört einfach.

00:10:27: Ob und wie dann die Lungenfunktion durchgeführt wird hatten wir im Vorgespräch schon darüber gesprochen ist vielleicht dann auch noch mal die Problematik und wie das dann interpretiert wird.

00:10:36: Und ob das dann wirklich auch strukturiert nachgehalten wird, ja?

00:10:39: Das ist vorgeschaltet.

00:10:41: vor dem Lungenfunktionstest würde ich schon ein viel einfaches Werkzeug benennen, dass es der Asthma-Control Test, wo man mit ganz einfachen Fragen den Patienten ja schon super gut einordnen kann.

00:10:52: Wir müssen uns einfach – das ist sehr großes leidenschaftliches Thema von mir – Prozessstrukturen zu verbessern, wie man solche Patienten besser versorgen kann auch für sich selber, dass die zum Beispiel wissen okay immer wenn ich komme dann mache ich diesen Test und diese Fragen kenne ich.

00:11:08: Und wenn ich auf einmal doch eine Frage davon anders beantworte, dann muss bei mir schon die rote Lampe angehen und dann natürlich die Lungenfunktion nachgeschaltet und dann zu sehen besucht funktioniert das?

00:11:19: weil auch das ist ja was also der Patient, der die Lungenfunktion macht.

00:11:23: Das ist eine Übungssache tatsächlich auch.

00:11:25: Wir sehen das hier.

00:11:26: Die ersten Lungfunktionen, die wir machen sind immer zwei-, drei-, viermal bis das vernünftig funktioniert weil da sitzt man und dann sagt einer ein atmen aus!

00:11:33: Atme nicht mehr!

00:11:34: Atmen!

00:11:36: Ja?

00:11:37: Das ist ja eine Übungssache genauso wie die MFA, die es anleitet.

00:11:41: wenn das jemand isst, der das schon oft gemacht hat Dann ist er damit richtig schwung dabei.

00:11:44: Und ich sage immer bei uns Wenn ich nicht höre dass ne Lungenfunktion gelaufen ist, dann ist sie nicht passiert.

00:11:49: Weil das muss eigentlich durch alle Räume durchstehen wie dann da angefeuert wird.

00:11:54: Und das ist ja für alle Personen erst mal ungewohnt, wenn die Patienten das aber gewohnt sind, dann läuft es glaube ich ganz gut.

00:12:00: Lungenfunktion also technisch sauber zu machen?

00:12:02: Da können wir gleich vielleicht noch darüber sprechen was da wichtig ist.

00:12:05: Ich glaube dass kann man gar nicht oft genug wiederholen.

00:12:07: Aber Sie haben den Asthma-Control-Test auch noch angesprochen.

00:12:11: Das heißt aber da ist schon die hausärztliche Praxis aus ihrer beiden Perspektiven sozusagen Die erste Stelle wo auch selektiert wird wenn die jetzt undefinierte Atemwegsbeschwerden haben, jeder hustet auch mal dazu dediktieren und dann zu gucken.

00:12:26: Und dann wäre so ein Control-Test ja ganz niederschwellig.

00:12:29: und in der nächsten Eskalation eben manelufo zu machen das wär schon ihr Vorgehen, wo sie sagen Das ist Aufgabe der hausärztlichen Praxis.

00:12:37: Ich bin fest überzeugt wir werden den Herausforderungen der nächsten zehn, zwanzig Jahre mit deren demografischen Veränderung nur schaffen medizinische Diagnostik-Ziel genauer machen.

00:12:49: Das heißt, wir brauchen ein abgestuftes Verfahren von Hausärzten, Fachärzern und dann vielleicht Kliniken.

00:12:57: Jeder muss sich um seine Aufgabe bewusst sein.

00:12:59: es braucht einfach nicht jeder der erst mal hat immer den Lungenfacharzt.

00:13:05: Es gibt aber Patienten die so schwer krank sind die durchaus immer auch eine fachässige Betreuung benötigen.

00:13:12: Und dann gibt's eben Patienten die auch eine klinische Behandlung brauchen.

00:13:16: müssen wir uns da sehr zielgenauer aufstellen.

00:13:19: Sonst vergolden wir viel zu viele Ressourcen, die ja letztlich in der Behandlung dann wieder

00:13:24: fehlen.".

00:13:25: Und was ist wichtig?

00:13:26: Sie haben es gesagt... Die Lufo muss schöpfern!

00:13:30: Das heißt man muss motivieren.

00:13:31: das finde ich ganz schön.

00:13:32: Ich zucke auch nochmal zusammen.

00:13:34: Ich habe als Teenager auch Lufos gemacht und hab das Motivieren als Anschreien auch empfunden.

00:13:40: aber das ist halt wichtig dass PatientInnen dürfen das lernen Aber auch, dass ein Team Menschen sind die wissen wie das läuft.

00:13:46: In der Klinik funktioniert es als Selbstläufer?

00:13:48: Ja

00:13:49: wir haben natürlich Mitarbeiter sind plötzlich erkrankt oder scheiden aus und aus.

00:13:54: Es müssen neue Mitarbeiter eingearbeitet werden.

00:13:57: Das heißt grundsätzlich haben wir das Problem auch.

00:14:00: Natürlich wenn man sehr spezialisiert in einem Bereich tätig ist dann kann man mehr Ressourcen auch dort in die Ausbildung stecken.

00:14:07: Aber grundsätzlich ist das Problem, gute Mitarbeiter zu haben.

00:14:11: Gut ausgebildete Mitarbeiter, motivierte Mitarbeiter – glaube ich, das trifft uns alle.

00:14:15: Da sind wir auch bei dem Vorgang, dass Sie haben gesagt die systemischen Dinge interessieren sie auch also wie man Dinge organisiert und das ist dann natürlich eine Herausforderung für die Praxis.

00:14:24: wo mit war beinahe Frage werden für mich Ich bin hier Wir sind mitten in Dortmund Sie haben eine große Praxis mit mehreren ärztlichen Kolleginnen tätig.

00:14:34: kriegen Sie das denn strukturell dann zum Beispiel mit einem Asthma-Control Test in der ersten Stufe gut gemanagt?

00:14:41: oder ist diese Asthma, Diagnostik und Begleitung für sie besonders herausfordernd?

00:14:46: Das ist genau das, was ich wichtig finde und was Professor Nülli es gerade angesprochen hatte schon

00:14:51: war.

00:14:52: Dass wir für die Zukunft uns besser aufstellen müssen und da glaube ich dass wir an unseren Prozessen arbeiten müssen und das machen wir hier in der Praxis immer sehr viel um zu überlegen wie können wir so viele Patienten wie möglich so gut wie möglich versorgen?

00:15:04: Und das geht halt nur durch Struktur- und klare Prozesse und es gibt ja einige Dinge immer gleich machen kann.

00:15:11: Und wenn man Sachen häufig gleich macht, ist es für Patienten wie für das ärztliche und auch das Praxisteam einfach, wenn Sachen immer gleich laufen?

00:15:19: Also die Disease-Management-Programme zum Beispiel für asthma geben da ja schon einen klaren Weg vor.

00:15:23: Das heißt, da werden die Patienten je nachdem, wie die Krankheitslast ist einmal im Quartal alles halbe Jahr gesehen und dann passiert immer das Gleiche.

00:15:32: Der Patient bekommt ein Termin.

00:15:34: der Patient bekommt den Asthma Control Test schon in dem Termin Link als Online Frage.

00:15:39: wenn der kommt, ist das schon im System drin.

00:15:41: Das heißt die MFA sieht schon, wie die Lufu dann macht.

00:15:44: Was ist da passiert?

00:15:46: Und wie geht's dem Patienten, der Arzt kann das auch schnell einschätzen.

00:15:51: Der Patient weiß für sich ach ja ich muss alles halbe Jahr kommen er kriegt diese Erinnerung.

00:15:55: also das sind schon alle Strukturen wo ein ganz klarer Weg vorgegeben ist und sobald Dinge gut organisiert sind glaube ich laufen die auch besser.

00:16:03: wenn man an Krebsvorsorge oder sowas auch denkt Wenn man keine festen Termine hat dann werden sie halt nicht eingehalten.

00:16:11: Ne, braucht man ein gutes Terminmanagement.

00:16:13: Man braucht einen guten Prozess in der Diagnostik und im Ablauf.

00:16:17: was passiert mit den Patienten dann in dem Moment in der Praxis aber auch auf der anderen Seite?

00:16:21: wir haben ja jetzt ganz viele Vorteile durch die Digitalisierung wie ich finde.

00:16:26: Wir haben das E-Rezept, wir haben die EPA.

00:16:28: alle solche Dinge können wir für uns nutzen bei uns.

00:16:30: es ist zum Beispiel so wenn ein Patient Salbutamol bestellt kann man bei uns online bestellen seine Rezepte Dann ist das bei uns nicht erlaubt, eine N-Dreipackung auszustellen.

00:16:41: Ich sehe ja die Rezepte ich kann das freigeben.

00:16:43: Ich würde mir zum Beispiel für meine Kollegen wünschen dass man einfach so eine Verordnung, eine Folgeverordnung von einem Medikament eine Fragestellung auslöst.

00:16:53: in meinem Kopf kurzer Prozess.

00:16:55: Da bestellt jemand das und warum bestellt er das denn?

00:16:57: Auch die MFAS was das angeht sensibilisiert sind.

00:17:00: Das ist kein Medikamente wie Blutdruckmedikament täglich nehmen sollte, sondern wenn man davon mehr braucht.

00:17:08: Wenn der Patient es nicht weiß dann müssen wir es wissen und müssen handeln und sagen hey warum brauchst du das denn?

00:17:12: Und dann kommen doch mal vorbei und wir gucken mal was los ist.

00:17:15: ja und sowas kann man nur gerade wenn man viele Patienten versorgt regeln indem man klare Prozesse und klare Vorgaben und Absprachen hat.

00:17:24: Wenn man da Schritt für Schritt vorgeht und sich gut positioniert glaube ich wird es auch in Zukunft gelingen da eine gute Versorgung für viele Patienten zu.

00:17:32: Ich glaube dass was Sie da gesagt haben ein ganz großer Fortschritt.

00:17:36: Denn wir leiden ja bei den Asthma-Patienten sehr häufig darunter, dass wir nicht genau nachvollziehen können wie viel innovativer werden wirklich genutzt ist die Anwendung richtig und wenn man überblicken kann wie viele zumindestens wie viel Packung eines Sprays wurden denn jetzt ausgegeben.

00:17:56: Das ist, glaube ich ein ganz großer Vorteil und das muss man auch nutzen wenn wir jetzt die digitalen Möglichkeiten haben.

00:18:03: dass kann die Medizin wirklich nachhaltig verbessern und insbesondere im Bereich erst mal so.

00:18:09: Ich finde das ganz toll was sie da dann auch wenn Sie es so nützen und es im Alltag anwenden das hat eine hohe Bedeutung.

00:18:20: Niedergelassenen Ärzte mit so einem Praxisverwaltungssystem können aktuell, bei den Kliniken ist das glaube ich gerade noch im Wandel.

00:18:26: Aber alle können diese Epa nutzen und die Funktion der Medikationsliste, die wir jetzt haben, wo wenigstens die Kassenpatienten mit einem Kassenrezept haben dort die Historie des letzten Jahres drin.

00:18:38: Und es ist ein Klick da rein und ich kann das sehen!

00:18:41: Es geht ja gar nicht darum dass man dem Patienten irgendwie was unterstellen will sondern... Ich brauche ja einfach eine Handhabe, wie erkenne ich jemanden der Hilfebrauch?

00:18:51: Um ihm dann auch noch mal zu erklären warum das nicht gut ist.

00:18:54: Das haben ja ganz viele Patienten ganz lange gelernt dass man das einfach machen soll oder dass das der Weg ist und die muss man rausfischen und denen dann einfach die einbestellen und fragen was ist los?

00:19:05: und vielleicht geht es hier besser.

00:19:08: Eines unserer großen Therapieziele ist ja die Vermeidung von Oralensteroiden oder systemischen Steroiden, insbesondere auch den oralen Steroid.

00:19:15: Und wie oft weiß man gar nicht genau ja, wie viel Exerziation hatte der Patient?

00:19:20: Es war vielleicht an Weihnachten dann ist er Notdienst sind Rezepte ausgestellt worden.

00:19:24: Man weiß ihm gar nicht mehr, war es jetzt ein Steroid?

00:19:26: was hat der Patient tatsächlich bekommen?

00:19:29: Und wenn das nachvollziehbar wird und wir plötzlich die Patienten erkennen, die wirklich eine schlechte Einstellung haben.

00:19:36: Weil ja auch die Patienten aus einer gewissen Indulenz haben sie können aus den geschilderten Beschwerden so jedenfalls meine Erfahrung oft nicht wirklich einen Rückschluss ziehen.

00:19:45: wie schlecht ging es dem Patienten?

00:19:47: Und ich glaube dann sind wir am großen Schritt weiter, wenn wir das besser objektivieren können.

00:19:52: Wir wissen denn Verbrauch zum Beispiel von Oralensteroiden

00:19:56: Was Sie gerade noch mal unterstrichen haben, Herr Prof.

00:19:57: Nidius ist ja auch das ist Awareness weil wir aufmerksam dafür sein dürfen und müssen im Sinne der PatientInnen.

00:20:03: aber sie haben auch gesagt Frau Renat im Grunde geht es ja heute auch schon dank der Möglichkeiten.

00:20:07: ich bin ja ganz froh sonst ist mir immer so kritisch gegenüber der EPA und so aber dass eben auch Dinge funktionieren.

00:20:14: Und sie haben gesagt sie wünschen sich aber auch dass die Kolleginnen und Kollegen da aufmerksam sind.

00:20:19: wenn dann eine Folge Verordnung kommt Ist da Ihr Eindruck, da ist noch ein bisschen Work to do?

00:20:25: Da ist noch Luft nach oben.

00:20:26: Wenn ich hier so erzähle was wir alles machen dann ist das auch nicht alles super sondern wir versuchen unser Bestes und dass es einfach für uns Awareness wie können wir's besser machen?

00:20:37: ja da gibt's ganz viele Fallstricke wo es bestimmt bei uns Patienten gibt die nicht gut laufen weil sie unter dem Radar laufen.

00:20:46: aber da aufmerksamer zu sein Das ist viel einfacher geworden.

00:20:51: Und diese neuen Tools und diese neuen Werkzeuge einfach zu nutzen, das ist ja ein Umdenken im Prozess.

00:20:58: Ich muss und kann jetzt anders gucken!

00:21:00: Und es muss erst mal in die ganze Routine rein und ins Team rein und das dauert?

00:21:06: Aber ich finde da kann man sich gut aufstellen was Herr Prof.

00:21:09: Nilius gerade gesagt hatte mit den oralen Steroiden.

00:21:12: Patienten haben dann gelernt Hey, wenn ich das mache oder wenn ich dass nehme dann geht's mir gut.

00:21:18: Und dann haben die noch eine Packung so ein paar Tabletten zu Hause rumfliegen und die lernen dann einfach auch... Ja, da ging es mir ja nicht so gut aus.

00:21:24: Dann mach' ich das mal ein bisschen und dann bestellen sie sich das wieder weil dann ist die Packung leer!

00:21:30: Und dann ist die Frage, was sind da los?

00:21:32: Warum bestellen sie das?

00:21:33: und in dem Moment finde ich es unsere Aufgabe dann einfach aufmerksam zu sein.

00:21:38: Und den Patienten nicht zu sagen ne gibt's nicht weil dann besorgen sich im Zweifel woanders sondern zu sagen hey komm doch mal mach einen Termin, wir sprechen drüber und dann warum wolltest du das denn nehmen?

00:21:49: oder was ist denn das Ziel?

00:21:50: Und wo sind die Probleme.

00:21:52: Und da quasi einfach diese neuen Wege zu nutzen finde ich wichtig dass es in unsere Routine umgeht und dass das nicht von heute auf morgen klappt.

00:22:00: das ist ja auch klar und das kann doch nicht das Ziel sein und ich find's auch immer schwierig.

00:22:05: solche Sachen wie machen wir zu wenig Lufus, machen wir so viel Diagnostik Wir wollen ja keinen angreifen sondern wir wollen ja einfach dass die Patienten besser versorgt werden Einmal auf der Patientenseite und aber auch auf der ärztlichen Seite, das ist einfach ein Umdenken.

00:22:19: Wir haben ja die Problematik dass wir Patienten haben die möglicherweise übertherapiert sind also die viel zu viel Sprays nehmen obwohl vielleicht liegt eine Angststörung vor und im Rahmen dessen wird immer wieder einen Spray eingesetzt was dann doch auch möglicherweise Schäden setzt.

00:22:36: Und wir haben die anderen Patienten die wenig klagsam sind Und die erkennen wir vielleicht gar nicht, wo eine Intensivierung von Inaldativ war.

00:22:44: Vielleicht auch mal ein Biologikum notwendig wären... ...die aber einfach weiß ich nicht das deutlich genug schildern.

00:22:51: dann einfach wir erkennen sie nicht und Ich glaube dass sind wirklich Möglichkeiten.

00:22:57: die sollten wir mehr nutzen.

00:22:58: als Klinikarzt kann ich nur sagen Wir haben im Moment das große Problem der Schnittstellen zwischen den sehr komplexen klinikinformationssystemen unter EPA.

00:23:07: also wir können es aktuell jetzt heute noch nicht nutzen.

00:23:10: Ich würde es mir wünschen, dass auch wir da mehr Zugriff drauf haben und das dann auch im Rahmen der klinischen Versorgung nutzen können.

00:23:18: Da drücken wir die Daumen, dass es davor angeht.

00:23:21: Zusammenarbeit wenn Sie sagen in der Klinik Schnittstellen.

00:23:24: Wir haben die sektorale Trennung vielleicht nochmal auf die pneumologische Fachpraxis geschaut.

00:23:29: Wir hatten mal eine Podcast-Ausgabe zum Prinzipienzusammenarbeit zwischen Allgemeinmedizin, schausärzlichen Versorgungen und der Pneumologischen Fachpraxis Und da waren wir in Düsseldorf und da weiß ich noch, dass die DMP-Programme zum Beispiel über die Fachpraxis – also über die epinomologische Fachpraxistiefen weil ganz praktischer Grund.

00:23:46: In der hausärztlichen Praxis konnten keine Schulungen gemacht werden bei einfach das Raumangebot nicht da waren und man hatte da so eine sehr dynamische Zusammenarbeit.

00:23:55: Das jetzt als Beispiel im Hinterkopf.

00:23:57: wie sieht denn für sie so eine ideale Zusammenarbeit aus?

00:24:01: Sie haben es eben schon gesagt, der Professor Nidius eigentlich soll das ja sehr fließend sein und bedarfsgesteuert.

00:24:06: Wie sieht so eine ideale Zusammenarbeit zwischen Hausärztlichen und Gemeimedizinischen Versorgung, der plomologischen Fachpraxis aber dann natürlich auch der Klinik in ihren Augen

00:24:15: aus?

00:24:15: Also ich finde es wichtig dass man sich ergänzt.

00:24:18: Wie Prof.

00:24:19: Nölius vorhin schon sagt, es können sicherlich nicht alle Patienten mit Asthma beim Lungfacharzt sein ständig sondern da müssen wir als Hausärzte eigentlich vorselektieren.

00:24:28: und die Patienten, die wirklich dann fachliche Hilfe oder noch mehr fachlichen pulmologische Hilfe brauchen, dann dorthin zu verweisen finde ich wichtig, dass man auch da wieder eine gute Vorbereitung hat.

00:24:41: Dass der Patient gut vorbereitet ist und er weiß wann er wohin gehen soll.

00:24:46: Und zum Beispiel nicht von alleine.

00:24:48: Ich habe Pusten, ich gehe zum Lungfacharzt, sondern eigentlich der erste Impuls, ich geh zum Hausarzt und dann gucken wir mal weiter.

00:24:53: Und dass man einfach Dinge gut vorbereitet, auch da ... unsere EPA oder unsere elektronischen Hilfen reingenommen, dass wir zum Beispiel in der Hausarztpraxis dann unsere Lungfunktionsbefunde in die elektronische Patientenakte hochladen.

00:25:07: Oder den Patienten mitgeben wenn er das nicht hat.

00:25:10: Gegenzug Wenn ich dem Patienten überwiesen habe weil ich einfach nicht weitergekommen bin Ich dann aber auch einfach ein gutes Feedback vom Lungfacharzt bekomme Der mir sagt hey!

00:25:19: Den Patienten da ist das und das?

00:25:21: Ich muss denen so und zu oft sehen Weil auch das diese Transparenz den Patienten zu sagen Wir machen die normale Versorgung, also die regelmäßige Versorgungen.

00:25:30: Die Verordnungen kommen von hier und wenn wir ein Problem haben dann schicken wir sie da einfach einen klaren Therapieweg zu haben Und die Zusammenarbeit dadurch einfach zu ergänzen zu machen glaube ich ist sinnvoll weil das für alle Ressourcen schonend ist Dass der Patient beim Lungenfacharzt weiß.

00:25:47: okay Da bekomme ich diese Behandlung und bei meinem Hausarzt bekomme Ich diese Be Handlung wer es für was zuständig.

00:25:53: Und auch dann könnte man, wenn dann irgendwann Gott sei Dank die Krankenhäuser auch angebunden sind ja auch da zum Beispiel auf Vorbefunde zugreifen.

00:26:01: Wenn ein Patient seit fünf Jahren regelmäßig Lungfunktion macht und die sind alle in dieser Epa drin und ich kann mir die alle angucken und jetzt auf einmal habe ich einen ganz anderen Befund, dann kann ich ja ganz anders damit umgehen.

00:26:12: das ist glaube ich auch was wo einfach mehr Transparenz bekommen und die Patienten dadurch einfach besser sehen können weil im Krankenhaus sie kennen den Patienten nicht.

00:26:23: Ich kenne den ja und dann sitzt er da.

00:26:25: aber, es ist einfach ein unbeschriebenes Blatt und das ist glaube ich in den heutigen Zeiten eigentlich hoffentlich nicht mehr lange

00:26:31: nötig.

00:26:31: Ich kann dem nur uneingeschränkt zustimmen.

00:26:33: Ich möchte noch zwei andere Aspekte aufbringen.

00:26:35: Das eine ist wir sehen hier immer mehr die Bedeutung der Iosinophilen

00:26:40: d.h.,

00:26:41: wenn wir im Patient in der Klinik sehnt vielleicht hat er schon ein oder zwei Tage Steroide bekommen.

00:26:46: D.h.

00:26:46: wir sehen dann plötzlich ein Iosinofilesignal von Null.

00:26:50: Ja, da wäre es sehr gut zu wissen für uns auch wie war das denn im letzten Jahr oder in den letzten zwei drei Jahren?

00:26:56: War ja immer eosinophil.

00:26:57: Wie wollen wir dann eine Therapieempfehlung aussprechen wenn man diese Befunde nicht haben?

00:27:01: also Laborbefunde bekommen dann eine zunehmende Bedeutung.

00:27:05: Das andere ist natürlich auch der Ab- und Wegspatienten die Impfung.

00:27:10: Super wichtig

00:27:12: Da ich meine, Deutschland sucht den Impf-Auswahl.

00:27:14: Spagen Sie mal die Patienten wenn sie dann bei uns sind ja sind sie gegen Influencer geimpft?

00:27:18: Ging es in der RSV geimpften?

00:27:19: Ja, Klamot gucken das ist ja so komplex.

00:27:23: welcher Patient weiß das denn?

00:27:24: Ja, gut mit dem gelben Impfausweis.

00:27:28: Also ich hab noch nie Patienten gesehen oder fast noch nie der den dabei hat.

00:27:32: das heißt wir stehen ja auch oft die Frage hier war der jetzt geimpft?

00:27:35: ist dass ein Impfersager?

00:27:36: da würde ich mir sehr viel also versprechen davon wenn man das auf einen Blick erkennen können und da glaube ich braucht es ja auch eine sehr gute Absprache wer impft?

00:27:46: in der Regel impfen die Hausärzte ja.

00:27:48: das heißt man muss wissen Ich habe einen Atemwegspatient der bekommt vielleicht auch schon vor dem sechzigsten Lebensjahr seine Influencer-Impfung, dann muss man wissen wie schwer das Asthma trifft ja nicht auf jeden Asthmatiker zu.

00:28:00: Das heißt also das Thema Impfungen ist ja ganz wichtig.

00:28:03: wer kümmert sich da drum und dass da klare Absprachen sind und dass es dann auch vielleicht irgendwie automatisiert der Patient wieder angesprochen wird.

00:28:12: so sagen steht die Saison an

00:28:14: Gört für mich auch zu diesem Rollenbild, also diese ganzheitliche Versorgung von Patienten.

00:28:19: Das ist eigentlich ein Anspruch den wir auch an uns haben als Hausarztpraxis.

00:28:24: Dass natürlich ein Patient mit chronischen Erkrankungen darüber aufgeklärt wird wann muss er was impfen?

00:28:29: Dass wir das im Blick haben.

00:28:31: da geht es ja um Pneumokockenimpfung Da geht's um RSV-Impfung, da gehts um Influencer Impfung Ganz viele Dinge.

00:28:37: aber ich möchte dass der Patient das weiß weil Ich würde gerne haben dass alle meine Patienten wissen Wann sie wie geimpft werden müssen.

00:28:44: Das ist so ein bisschen ein Anspruch an dieses Ganzeitliche, da geht es ja auch um andere Lifestyle-Geschichten.

00:28:49: Da geht's darum... ich soll nicht rauchen.

00:28:52: Da geht es darum, was bedeutet das Sport zu treiben?

00:28:55: Wie geht gute Ernährung also all diese Dinge die zur Gesundheitskompetenz gehören dass man die somit ins Boot nimmt.

00:29:02: Das wird mal nicht an jedem Termin für jeden Patienten schaffen.

00:29:05: aber Grundschranke Patienten die regelmäßig in der Praxis sind sollten was das angeht im Fokus sein.

00:29:11: und da haben sie recht erstmal Patienten die keine Pneumokrockenimpfungen haben die jetzt in ihrer Klinik landen das wäre ja ein komplettes Versagen um meinerseits wenn das so wird.

00:29:21: Außer der Patient möchte das nicht.

00:29:22: Das ist ja immer noch so eine Sache, es gibt hier einfach Dinge.

00:29:26: Jemand, der hört nicht aufhört zu rauchen, jemand sagt ich brauche keine Impfung und werde danach krank.

00:29:32: Der kriegt keine Impfungen, aber das Angebot muss stehen und die Aufklärung auch wieder Awareness.

00:29:38: Ich bin verantwortlich für meine Gesundheit und kann da eine kluge Entscheidung treffen auf der Basis, dass sich weiß was mir für Angebote zustehen.

00:29:48: Eine Frage möchte ich aber noch in die hausärztliche Versorgung reinbringen, Differenzialblutbild.

00:29:52: Die haben die Eosinophilen angesprochen.

00:29:55: ist das was sie dann standardmäßig bei den Menschen mit Asthma in irgendeim Tonus immer mit abnehmen?

00:30:02: Schauen Sie da schon drauf oder ist das etwas was nur in der Fachpraxis eine Rolle

00:30:06: spielt?

00:30:07: Ja, es ist ein schwieriges Thema.

00:30:08: Weil das ist glaube ich das was wir eingangs besprochen haben.

00:30:11: Patienten mit der Diagnose Asthma sind natürlich häufig einfach Das läuft auch bei manchen so mit und dass man dann da jetzt ein aktuelles Blutbild hat wo das drin ist Und das auch gerade dann jetzt vielleicht nachdem die Epa da ist weil Ich lade ja nicht alle Befunde von den letzten zehn Jahren da rein.

00:30:29: Das wäre auch wieder so eine Prozesssache, ja?

00:30:32: Im DMP ist es eben nicht mit drin.

00:30:34: also da ist keine Blutabnahme mit drinnen.

00:30:37: dann muss man das veranlassen Dann ist ein kleines Blutbild oder ein großes Blut Bild auch.

00:30:41: Also große Blut Bilder machen wir in der Hausarztpraxis eigentlich nicht so häufig.

00:30:45: Wir versuchen dass wenn ich ne Neu-Diagnose habe läuft das hoffentlich mit.

00:30:49: Ich sag hoffentlich weil wie gesagt alle Prozesse sind immer Besteueranfällig.

00:30:53: Aber das sind einfach so Dinge, die muss man für die Zukunft so implementieren dass sie gut laufen weil eben genau wie Sie sagen wenn die dann anbehandelt sind kann man nicht mehr gucken.

00:31:05: ja wenn die erste Lungenfunktion die ich sehe eine schlechte ist weil ich vorher nie eine hatte oder auch nach der Behandlung nie einer hatte dann ist das immer das Bild mit dem ich arbeiten muss.

00:31:14: In den Konditionen haben wir uns in mehreren Folgen der COPD gewidmet.

00:31:19: Ich erinnere mich an eine Folge, mit einer Hauswärtskollegin Dr.

00:31:23: Ensandro aus Berlin und Professor Vogelmeier über die COPD awareness gesprochen.

00:31:28: Herr Vogelmaier hat gesagt, er nimmt sich das raus, weil er selber Kardiologe ist.

00:31:33: Deshalb hat er gesagt viele COPD-Ler sind in den kardiologischen Praxen.

00:31:41: Haben wir beim Asthma eine ähnliche Situation, dass Patienten-Klientele übersehen werden?

00:31:47: Also jetzt nicht unbedingt in der kardiologischen Praxis.

00:31:49: Aber ganz grundsätzlich gibt es Menschen die wir nicht im Auge haben.

00:31:53: Aus

00:31:53: meiner Wahrnehmung sind die Patienten wo es nicht gesehen wird... Es sind die Patienten, die spät in der zweiten Lebenshälfte eine Asthma entwickeln.

00:32:02: Was ja nicht so häufig ist, was aber immer mal wieder vorkommt und da bin ich dann manchmal schon erstaunt, was dafür eine Odyssee diese Patienten durchgemacht haben bevor dann irgendwann vielleicht doch nur Lungenfunktion gemacht wird und man sieht, ahja, da ist auch jemand, der hat im neunten Lebensjahr zehn vielleicht ein Asthma entwickelt, vielleicht nach einem Virusinfekt.

00:32:24: Da hab' ich den Eindruck Das wird wirklich übersehen.

00:32:29: Bei den jüngeren Patienten ist es diese Hustensymptomatik, wann Virusinfekt der Atemwege hachen ja alle durch?

00:32:36: Ab wann würde man sagen so jetzt ist aber mehr als das übliche.

00:32:40: Jetzt müssen wir mal gucken ob sich da vielleicht eine asthmatische Reaktion entwickelt hat.

00:32:46: Auch das Gefühl dass es sein kann, dass ältere zweite Lebenshälfte Menschen einfach übersehen werden.

00:32:50: Weits halt!

00:32:52: Ja, auch eher selten

00:32:53: ist.

00:32:53: Glaub ich tatsächlich auch!

00:32:54: Ich glaube aber ehrlich gesagt dass unser Fokus auf dieser großen Gruppe liegen muss weil wenn wir die gut versorgen dann haben wir schon ganz viel gewonnen.

00:33:02: Ich glaube, dass dann ein großer Unterschied zu COPD ist.

00:33:04: Weil einfach bei der COPD auch eine ganz andere Patientengruppe betroffen ist die ja häufig Multimobilien sind, die häufig eine Raucheranamnese haben und solche Dinge wo einfach viele Faktoren zusammenkommen.

00:33:17: Und der klassische Asthma-Patient ist glaube ich da wirklich woanders abzuholen Ja?

00:33:21: Da sind wir ja auch wieder bei der Awareness.

00:33:23: Ein COPD-Patent mit multiplen anderen Erkrankungen muss sich anders abholen als einen jungen Menschen Asthma hat.

00:33:32: Aber sich dann da mit abzufinden und zu sagen, okay das ist halt meine Erkrankung und das nehme ich ernst und das möchte ich auch gut versorgen.

00:33:41: Ist was anderes als ein COPD-Patient tatsächlich?

00:33:45: Eine Frage muss ich noch loswerden.

00:33:46: Sie haben über die Prozesse gesprochen Frau Renerts hier in der Praxis und sie haben über Leidenschaft zu den Prozessen gesprochen.

00:33:54: wenn uns jetzt kollegin aus der Niederlassung zuhören Was sind so Sachen Hier in der Struktur, in der Praxis im Team etabliert haben wo sie sagen das ist vielleicht haben wir da mal ein bisschen was anderes gedacht also ein bisschen Best Practice wie es Neudeutsch heißt.

00:34:08: Was funktioniert bei Ihnen ganz gut?

00:34:10: Worauf haben Sie Wert gelegt?

00:34:11: Wo arbeiten Sie dran?

00:34:13: Ich bin ein großer Digitalisierungsfan und wir haben einfach geguckt, wo kann ich Arbeit abnehmen?

00:34:18: Wo können wir Sachen automatisieren.

00:34:20: Und da sind wir eigentlich Schritt für Schritt vorgegangen und haben zum Beispiel das erste was wir gemacht haben, sind Online-Termine, dass Patienten sich melden können Akuttermine.

00:34:29: Da steht dann drin, ich habe Luftnot.

00:34:31: Ja, das löst ja etwas aus!

00:34:32: Das kann man dann besser verfolgen mit den Rezepten, dass man da einfach Abläufe schafft und Awareness schafft beim Team auch.

00:34:40: was bedeutet das wenn jemand welches Medikament bestellt.

00:34:43: Das ist zum Beispiel die Hilfestellung durch die digitale Anamnese, die wir haben wo einfach automatisiert nicht jemand ein Zettel ausfüllt und dann wird der eingescannt und dann muss man gucken sondern dadurch dass es digital steht bei mir drin Asthma Symptome keine Asthma-Symptomen guter also da ist direkt ein Score hinter.

00:34:59: ja solche Dinge erleichtern den Ablauf Es sind so viele Anforderungen und es geht ja nicht nur um Asma gerade nach Hausarztpraxis.

00:35:08: Professor Nilius, der hat auch ganz viele Dinge auf dem Schirm.

00:35:11: Das ist ja nur ein ganz kleiner Punkt.

00:35:13: aber wir müssen uns so gut behelfen dass wir quasi einen guten Vorfilter haben damit wir dann einfach diese Red Flex haben auf die wir reagieren können.

00:35:23: und ich glaube da hilft uns in Zukunft hoffentlich mehr Digitalisierung, mehr KI damit wir selber immer noch viel

00:35:31: denken

00:35:31: müssen So Vorarbeit schon geleistet ist.

00:35:35: Guckt man da ein bisschen neidisch jetzt aus der Klinikperspektive in so eine, in Anführungsstrichen selbstorganisierte Hausärztepraxis die natürlich auch anders dynamisch agieren kann?

00:35:46: Weil sie natürlich eine andere Struktur ist als eine Klinikum.

00:35:49: Vielleicht muss ich die Frage mit Java antworten.

00:35:52: Wobei ... Ich glaube wir müssen aufpassen, man kann auch schnell so einen EDV-Bashing betreiben.

00:35:59: Auch unsere Krankenhausinformationssysteme sind so komplex Die Zusammenarbeit von den verschiedenen Untersystemen, das ist sehr komplex.

00:36:07: Und wir haben auch da große Fortschritte erreicht.

00:36:11: aber in vielen Bereichen sind wir so auf dem halben Weg.

00:36:15: Das heißt Wir haben schon was erreicht Aber es ist nicht vollständig umgesetzt und dann entsteht manchmal die Gefahr dass man die Arbeit doch doppelt macht anstatt dass man's nur noch halb macht.

00:36:26: und ich glaube wir müssen diesen Weg konsequent weitergehen.

00:36:30: Wenn ich mir die Intensivstation angucke mit den PDMS-Systeme, da sind ja eine dermaßen Fülle von Daten.

00:36:37: Das ist ja kaum zu beschreiben das sind ja hunderttausende von Daten die für einen Patienten pro Tag erhoben werden und da würde man sich schon wünschen dass man mit KI basierten Systemen Muster früher erkennt um dann schneller wahrzunehmen.

00:36:53: Da is jetzt ne ungünstige Veränderung.

00:36:57: Oft ist es mit dem einfach nachsehen.

00:36:59: Wir haben jetzt in den Kliniken die Aufgabe, dass wir uns um die Exepsiserkennung kümmern müssen und auch da gibt ja einfache Scores, die man schnell erheben kann.

00:37:10: aber die müssen eben so dann auch übermittelt werden und dann muss eine Konsequenz erzählen nur das der Score in der Kurve ist um jetzt an Ostern um zwanzig Uhr und der auffällig ist das hilft nicht sondern es muss dann ja etwas passieren und ich glaube wir müssen diesen Weg konsequent weitergehen.

00:37:26: Folgende Idee.

00:37:27: Sie haben einen Wunsch frei im Kontext Asthma Awareness, aber sie können das auch weiterdenken.

00:37:34: Was würde sich... fangen wir ausnahmsweise Menace First an dieser Stelle mit Herrn Prof.

00:37:40: Nilius an?

00:37:41: Was wäre so Ihr Wunsch?

00:37:44: Dürfen noch

00:37:44: zwei sein?

00:37:45: Also zwei Wünsche!

00:37:46: Ich wünsche mir dass auch in der Allgemeinmedizin Praxis im Schnitt mehr Lungenfunktionen erfolgen weil früher dann vielleicht die COPD erkennen können und auch das Asthma.

00:37:58: Und damit wir vielleicht doch einen Ansatz haben, wenn jemand da ist der raucht zu sagen guckt man oder isst eine Lungenfunktion Verschlechterung denken sie nochmal über das Thema Rauchen.

00:38:07: nach meiner Erfahrung nach gibt es zumindest ein gewissen Prozentsatz der Menschen dies dann schaffen.

00:38:13: Das ist das eine und das andere Thema.

00:38:16: Wir haben seit erster April das Lungenkrebs Screening Und meine Abteilung werden vielleicht an jedem einzelnen Tag zwei neue Patienten mit einem fortgeschrittenen Lungenkarsinom neu diagnostiziert.

00:38:29: Ich würde mir wünschen, dass wir mehr frühe Stadien finden und dass die Menschen jetzt das Screening annehmen, dass es bekannter wird.

00:38:37: Natürlich ist das Thema Rauchen das Hauptproblem an der Stelle.

00:38:41: uns geht nicht in erster Linie um Screenings sondern wenn man das dann zum Anlassen nehmen kann auch nochmal das Thema rauchen zu thematisieren.

00:38:48: Ich habe Herrn Professor Nilius die Vorrede gegeben, damit unsere Gastgeberin sozusagen das Schlusswort hat.

00:38:54: Was wünscht sich Annette Rennerth?

00:38:56: Ich kann daran anschließen.

00:38:58: ich würde mich jetzt auf das Rauchen beziehen.

00:39:00: Ich würde mir wünschen dass wir mehr Gesundheitsbewusstsein und Gesundheitskompetenz in der Bevölkerung haben und erreichen können vielleicht auch durch die letzten Diskussion darüber dass unser Gesundheitssystem einfach schwer wackelt gerade und wir einfach Probleme bekommen wenn wir so weitermachen wie wir weiter machen.

00:39:18: Da sehe ich einerseits halt die Patienten in der Pflicht, sich zu kümmern und da sehe auch uns Hausärztin der Pflecht da vielleicht breiter aufzuklären.

00:39:27: Und nicht nur die Krankheit zu behandeln sondern auch präventiv anzusetzen und mehr Aufklärung und mehr Awareness in die Welt zu bringen was das angeht.

00:39:35: und dann was das Thema Asthma angeht auf jeden Fall der Wunsch dass wir einfach mehr Leitlinienkonforme Medizin machen und da mehr auf die Patienten gucken den einfach ein ein besseres Leben durch bessere Behandlung angedeihen lassen können.

00:39:50: Dein besseren Schlusssatz kann es kaum geben, ich danke Ihnen für Ihre Zeit und Expertise.

00:39:55: Danke!

00:39:58: Und damit sind wir am Ende unserer Ausgabe zu Awareness bei Asthma.

00:40:02: In der nächsten Ausgabelschau schauen wir mit Dr.Tagol Farasandei und Sebastian Böing auf alles was wichtig ist bei der Therapie des Asthmans wenn wir uns da wieder hören.